INTROITUS
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Herr, wir wissen, dass
du überall um uns bist. Aber es ist, als hätten wir einen Schleier
vor den Augen. Lass dein Antlitz über uns leuchten. Möge dein
Glanz unser Innerstes bis hinein in die Dunkelheiten erleuchten.
Sende uns dafür deinen Geist, dessen Wirken allein die große
Umgestaltung beginnen und vollenden kann. Von ihm kommt alle innere
Vollkommenheit nach der deine Schöpfung seufzt: "Sende aus
deinen Geist und sie werden geschaffen und du wirst das Antlitz der
Erde erneuern."
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| Kyrie
eleison |
| Christe
eleison |
| Kyrie
eleison |
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LESUNG
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"Gepriesen sei
Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, durch den er uns vom
Himmel her mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat. In Christus
hat er uns erwählt vor Erschaffung der Welt, damit wir heilig und
untadelig vor Gott leben. Er hat uns aus Liebe im voraus dazu
bestimmt, durch Christus seine Söhne zu werden und nach seinem
gnädigen Willen ihm zu gehören, zum Lob seiner göttlichen Gnade.
Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; durch sein Blut
haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum
seiner Gnade. Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht
reich beschenkt. Er hat uns das Geheimnis seiner Entscheidung
kundgetan, die er in Christus im voraus getroffen hatte, um sie in
der Fülle der Zeiten zu verwirklichen: in Christus alles
zusammenzufassen, was im Himmel und auf Erden ist." (Eph
1,3-20)
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| Wer ist der
tätige Mittelpunkt, das lebendige Band der Seele? |
| Jener, von dem
die Schöpfung ihre Festigkeit bezieht: |
| Christus, der
gestorben und auferstanden ist! |
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| Die Allgegenwart
Gottes überträgt sich in unserem Universum durch das Netz
der ordnenden Kräfte, die von Christus ausgehen. Gott ist uns
nahe vermittels aller Mächte, durch die er auch Christus
gestaltet und vollendet. Christus ist die Mitte, von der aus
die Kräfte ausstrahlen, die das Weltall durch seine
Menschheit hindurch zu Gott zurückführen. |
In allem um uns
strahlt und enthüllt sich Christus. Und die eucharistische
Umwandlung übersteigt die Wesensverwandlung des Brotes und
des Kelches. Sie durchdringt das Universum unwiderstehlich.
Sie ist wie das Feuer, das über die Heide fährt. Sie ist wie
der Schlag, der die Bronze zum Schwingen bringt. Die
sakramentalen Gestalten werden durch die Welt gebildet. Die
Dauer der Schöpfung ist die Zeit, die für die Konsekration
nötig sein wird. In Christus leben wir, bewegen wir uns und
sind wir.
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| Herr, ich beginne
zu begreifen: Unter den sakramentalen Zeichen berührst du
mich durch die Zeichen der Materie und durch die Rückwirkung
auf das ganze Universum. Deine Arme und dein Herz, die du mir
eröffnest, sind die vereinten Kräfte der Welt, die von
deinem Willen und Wesen durchdrungen sind und sich auf mein
Leben legen, um es zu formen und bis in die innerste Glut
deines Feuers hineinzuziehen- |
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Was kann ich tun, um
diese Umarmung aufzufangen? Ich werde der
eucharistischen Berührung mit der ganzen Anstrengung
meines Lebens antworten: meines heutigen und morgigen
Lebens, meines mit allen anderen Leben verbunden Lebens.
In mir löst sich die Eucharistie immer wieder auf, aber
jedes Mal lässt sie mich ein wenig tiefer in den Schichten
deiner Allgegenwart zurück. In keinem Augenblick werde
ich aufhören, in dir voranzuschreiten. |
| Die
Eucharistie wird mein Leben überfluten. |
Mein Leben
muss dank der Eucharistie zu einer unaufhörlichen
Berührung mit dir werden.
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LESUNG
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| Im
Uranfang war Er, das Wort. |
| Und
Er, das Wort, war bei Gott. |
| Und
Gott war Er, das Wort. |
| Der
war im Uranfang bei Gott. |
| Alles
ist durch Ihn geworden, und ohne Ihn geworden ist nicht eines.
Was geworden, war Leben in Ihm. |
| Und
das Leben war das Licht der Menschen. |
| Und
das Licht scheint in der Finsternis. |
| Und
die Finsternis ergriff es nicht. |
| Er
war das wahre Licht, das erleuchtet jeden Menschen - kommend
in die Welt. |
| In
der Welt war Er und die Welt wurde durch Ihn. Und die Welt
erkannte Ihn nicht. |
| In
Sein Eigentum kam Er, und die Eigenen nahmen ihn nicht auf. |
| Doch
die Ihn angenommen, ihnen hat er Vollmacht gegeben, Kinder
Gottes zu werden |
| - den
an Seinen Namen Glaubenden: |
| die
nicht aus dem Geblüt |
| und
nicht aus des Fleisches Willen |
| und
nicht aus des Mannes Willen, |
| sondern
aus Gott sind gezeugt. |
| Und
Er, das Wort, ward Fleisch, zeltend unter uns. Und wir
schauten seine Herrlichkeit, Herrlichkeit als des Einzigen vom
Vater her, voll Gnade und Wahrheit. |
| Denn:
aus seiner Fülle nahmen wir alle: Gnade um Gnade. (Joh
1,1ff) |
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LOBGESANG |
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(Gertrud
von le Fort, Hymnen an die Kirche)
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Großer Gott meines Lebens, |
| ich will dir
lobsingen an allen drei Ufern deines einigen Lichts! |
| Ich will mit
meinem Lied ins Meer deiner Herrlichkeit springen; |
| unterjauchzen
will ich in den Wogen deiner Kraft! |
| Du goldener Gott
deiner Sterne, |
| du rauschender
Gott deiner Stürme, |
| du flammender
Gott deiner feuerspeienden Berge. |
| Du Gott deiner Ströme
und Meere, |
| du Gott aller
deiner Tiere, |
| du Gott deiner
Ähren und deiner wilden Rosen. |
| Ich danke dir,
dass du uns erweckt hast, Herr, |
| ich danke dir bis
an die Chöre deiner Engel. |
| Sei gelobt für
alles, was lebt! |
| Du Gott deines
Sohnes, |
| großer Gott
deines ewigen Erbarmens, |
| großer Gott
deiner verirrten Menschen. |
| Du Gott aller,
die da leiden, |
| du Gott aller,
die da sterben, |
| brüderlicher
Gott auf unserer dunklen Spur: |
| ich danke dir,
dass du uns erlöst hast, Herr, |
| ich danke dir bis
an die Chöre der Engel. |
| Sei gelobt für
unsere Seligkeit! |
| Du Gott deines
Geistes, |
| flutender Gott in
deinen Tiefen von Liebe zu Liebe. |
| Brausender bis
hinab in meine Seele, |
| Wehender durch
alle meine Räume, |
| Zündender durch
alle meine Herzen, |
| Heil'ger
Schöpfer deiner neuen Erde: |
| Ich danke dir,
dass ich dir danke, Herr, |
| ich danke dir bis
an die Chöre der Engel. |
| Gott meiner
Psalmen, |
| Gott meiner
Harfen, |
| großer Gott
meiner Orgeln und Posaunen. |
| Ich will dir
lobsingen an allen drei Ufern deines einigenden Lichts! |
| Ich will mit
meinem Lied ins Meer deiner Herrlichkeit springen; |
unterjauchzen
will ich in den Wogen deiner Kraft.
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